KI-Videos erstellen: vom Prompt bis zum fertigen Film
So entsteht ein KI-Video: Skript und Shotlist planen, kurze Clips erzeugen, mit Ton montieren und anschließend Untertitel und Branding ergänzen.
Anleitung Von Pipe2.ai Aktualisiert July 10, 2026
Auf dieser Seite
- Vom gewünschten Ergebnis aus planen
- Aus der Idee werden Skript und Shotlist
- Prompts wie kurze Regieanweisungen formulieren
- Jeden Shot einzeln erzeugen und prüfen
- Montiere die freigegebenen Clips
- Musik soll den Schnitt tragen, nicht überdecken
- Zum Schluss: Untertitel und Wasserzeichen
- Prüfe das fertige KI-Video vor der Veröffentlichung
Diese Pipelines ausprobieren
Betrachte KI-Videogenerierung als Produktion einzelner Einstellungen, nicht als Ersatz für den gesamten Filmschnitt per Einzeiler. Lege Botschaft und Format fest, entwickle Skript und Shotlist und erzeuge für jeden Shot einen kurzen Clip. Nach der Auswahl montierst du die besten Ergebnisse mit einer separaten Sprachaufnahme oder Musik und ergänzt zuletzt Untertitel und Branding. In Pipe2.ai führt dieser Weg über Script Writer, Video Generator, Video Reel, Music Generator, Captions und Watermark.
Workflow-Prüfung – Juli 2026: Eingaben, Ausgaben, Modellauswahl und Montageverhalten in diesem Leitfaden entsprechen der aktuellen Produktkonfiguration und den derzeitigen Pipelines von Pipe2.ai. Beschrieben wird der Produktionsablauf; einen Qualitätsvergleich zwischen den Modellen stellt dieser Artikel nicht dar.
Vom gewünschten Ergebnis aus planen
Bevor du den ersten Prompt schreibst, kläre, was dein Publikum nach dem Video wissen oder tun soll. Ein brauchbares Briefing hält fest:
- Zielgruppe und eine zentrale Botschaft
- Zielplattform und Seitenverhältnis
- Ungefähre Länge des fertigen Videos
- Ob das Video Voice-over, Musik, eigenständigen Szenenton oder gar keinen Ton braucht
- Produkte, Personen, Farben oder Elemente der visuellen Identität, die konsistent bleiben sollen
- Den abschließenden Call-to-Action
Lege das Ausgabeformat fest, bevor du Shots erzeugst. Ein Hochformatvideo für soziale Netzwerke braucht einen anderen Bildaufbau als eine Produktdemo im Querformat, selbst wenn beide dasselbe Motiv zeigen. Ein einheitliches Seitenverhältnis vermeidet zudem Überraschungen beim Zusammensetzen. Soll Video Reel die Clips montieren, plane Voice-over und Musik als separate Tondateien ein: Eingebetteter Ton aus den Ausgangsclips wird dort nicht übernommen.
Video Generator ist auf kurze Clips ausgelegt, nicht auf einen vollständigen Schnitt über mehrere Szenen. Teile deine Idee deshalb in Shots auf, die jeweils eine Handlung oder einen klaren visuellen Moment erzählen.
Aus der Idee werden Skript und Shotlist
Wenn du zunächst nur ein Thema hast, hilft Script Writer beim Aufbau. Die Pipeline erstellt einen gegliederten Produktionsplan mit Abschnitten, Voice-over, visuellen Vorgaben, Tonkonzept und Montagehinweisen. Bild und Ton selbst entstehen in diesem Schritt noch nicht.
Prüfe diesen Plan, bevor du mit der Produktion beginnst. Für jeden Abschnitt sollten vier praktische Punkte feststehen:
- Voice-over oder Textbotschaft: Was das Publikum in dieser Einstellung erfahren soll
- Visuelles Motiv und Handlung: Was im Bild zu sehen sein muss
- Funktion der Einstellung: Einstieg, Erklärung, Vorführung, Übergang, Beleg oder Handlungsaufforderung
- Kontinuitätshinweise: Aussehen, Umgebung, Licht, Bewegungsrichtung und Objekte, die in die nächste Einstellung übernommen werden sollen
Streiche Shots, die nur eine bereits erzählte Aussage wiederholen. Enthält ein Prompt mehrere Orte, Handlungen und Kamerabewegungen, teile ihn weiter auf. Einen kurzen, klaren Clip kannst du leichter bewerten und ersetzen als eine aufwendige Sequenz, in der nur wenige Sekunden brauchbar sind.
Prompts wie kurze Regieanweisungen formulieren
Ein guter Videoprompt beschreibt, was vor der Kamera passiert und gegebenenfalls zu hören ist. Googles aktueller Leitfaden für Veo-Prompts empfiehlt zunächst Motiv, Handlung und Stil und ergänzt je nach Bedarf Kameraposition oder -bewegung, Bildkomposition, Schärfe, Objektiveffekte und Atmosphäre.
Nutze als Ausgangspunkt diese Struktur:
Motiv und Handlung in einer Umgebung. Bildausschnitt und Kamerabewegung. Licht und visueller Stil. Relevante Tonhinweise, wenn der generierte Clip für sich allein verwendet wird.
Zum Beispiel:
Ein mattschwarzer Thermobecher dreht sich langsam auf einem hellen Steintisch, während Morgenlicht über die Oberfläche wandert. Halbnahe Produktaufnahme, langsame Kamerafahrt nach vorn, geringe Schärfentiefe, klare Werbeästhetik. Leiser Raumton und ein dezentes Keramikgeräusch, als der Becher zum Stillstand kommt.
Sei präzise, aber überlade den Prompt nicht mit widersprüchlichen Vorgaben:
- Gib dem Motiv eine zentrale Handlung.
- Beschreibe Kamerabewegungen mit konkreter Filmsprache.
- Nenne Umgebung sowie Tageszeit oder Lichtbedingungen.
- Schreibe notwendige gesprochene Worte oder Geräusche in einen eigenen Satz, wenn der Clip für sich veröffentlicht wird. Für eine Montage mit Video Reel erzeugst du die endgültige Sprachaufnahme und Musik separat.
- Nutze unterstützte Referenzen, wenn Aussehen oder Bewegung verbindlich vorgegeben sind, und prüfe danach, ob das Modell gerade diese Merkmale übernommen hat.
- Verlasse dich bei wichtigen exakten Formulierungen nicht auf generierten Text in einer bewegten Einstellung; prüfe vor der Veröffentlichung jedes sichtbare Zeichen.
Jeden Shot einzeln erzeugen und prüfen
Erzeuge jeden freigegebenen Shot mit Video Generator. Seitenverhältnis und wiederkehrende visuelle Merkmale sollten über die gesamte Reihe gleich bleiben. Benenne oder sortiere die Ergebnisse nach Shotnummer, damit beim Schnitt nichts durcheinandergerät.
Vergleiche jeden Clip mit dem Briefing, statt dich allein von einem eindrucksvollen Look überzeugen zu lassen. Frage dich:
- Sind das gewünschte Motiv, die Handlung, die Umgebung und die Kameraführung vorhanden?
- Bleiben Gesichter, Produkte, Hände, Objekte und Hintergründe während der Einstellung stimmig?
- Schließt der Anfang natürlich an die vorherige Einstellung an?
- Eignet sich das Ende für einen Schnitt oder Übergang?
- Enthält ein einzeln verwendeter Clip unerwünschte Texte, Logos, Gegenstände oder Geräusche?
- Hat eine bereitgestellte Referenz die relevanten Merkmale beeinflusst?
Erzeuge nur den misslungenen Shot neu, nicht die gesamte Reihe. Verfehlt der Prompt wiederholt sein Ziel, vereinfache die Handlung oder teile sie in zwei Einstellungen. Welche Eingaben die einzelnen Modelle unterstützen und wie Auto auswählt, erklärt der Vergleich der KI-Videogeneratoren. Hier bleibt der Produktionsablauf im Mittelpunkt.
Montiere die freigegebenen Clips
Ordne die ausgewählten Clips in Video Reel in der gewünschten Reihenfolge an. Die Pipeline verarbeitet diese Videosegmente und auf Wunsch eine Sprachaufnahme sowie Hintergrundmusik zu einem gemeinsamen Video. Aus den Segmenten übernimmt sie nur die Bildspur, nicht den eingebetteten Ton. Lade benötigte Sprache und Musik deshalb separat unter Narration beziehungsweise Background Music hoch. Über die Instructions kannst du den Montagestil beschreiben; das Zielformat hält die Ausgabe auf das geplante Seitenverhältnis ausgerichtet.
Sieh dir die komplette Montage an und achte auf ihr Tempo. Selbst ein guter Einzelclip kann im Zusammenhang zu lang wirken. Das Thema sollte in den ersten Sekunden erkennbar sein, jeder neue Shot etwas beitragen und die abschließende Handlungsaufforderung lange genug stehen bleiben.
Verwende für Sprache die ursprüngliche Voice-over-Datei oder erstelle eine eigene Aufnahme. Gleiche den Wortlaut vor der endgültigen Montage mit der Shotfolge ab. Ein Bildwechsel sollte den Satz unterstützen und nicht mitten in einer wichtigen Aussage ablenken.
Musik soll den Schnitt tragen, nicht überdecken
Music Generator erzeugt anhand einer Stimmungs- oder Genrebeschreibung und der gewünschten Länge einen eigenen Track. Nenne Instrumente, Tempo, Energie und Spannungsbogen, statt dich auf ein allgemeines Schlagwort wie „inspirierende Musik“ zu beschränken.
Damit das Voice-over verständlich bleibt, wählst du eine instrumentale, bewusst zurückhaltende Untermalung. Lade den Track in Video Reel als Background Music hoch und höre die fertige Montage sowohl mit Kopfhörern als auch über einen Smartphone-Lautsprecher. Ob die Mischung funktioniert, lässt sich nicht anhand der Musikdatei allein beurteilen.
Zum Schluss: Untertitel und Wasserzeichen
Ergänze alles, was speziell für die Veröffentlichung gedacht ist, erst nach der fertigen Bild- und Tonmontage.
Die Captions-Pipeline benötigt das fertige Video und eine SRT-Datei. Prüfe darin zuerst Namen, Fachbegriffe, Zeichensetzung, Zeilenumbrüche und Zeitmarken und wähle erst danach Stil und Position. Der Text wird fest ins Videobild eingebrannt; du erhältst eine neue MP4-Datei. Die vollständige Anleitung zum Einfügen von Untertiteln in ein Video erklärt diesen zweiteiligen Ablauf.
Nutze Watermark erst nach den Untertiteln und allen Formatänderungen. Lade das fertige Video und die Logodatei hoch und stelle Ecke, Größe, Randabstand und Deckkraft ein. Kontrolliere das Logo auf hellen wie dunklen Szenen und achte darauf, dass es weder Untertitel noch Hauptmotiv verdeckt. Der Leitfaden für Wasserzeichen in Videos erklärt Vorbereitung und Platzierung im Detail.
Prüfe das fertige KI-Video vor der Veröffentlichung
Sieh dir den Export vollständig auf den Geräten und Plattformen an, für die er gedacht ist. Prüfe dabei:
- Der Einstieg vermittelt das Thema schnell.
- Jede Einstellung bringt die Botschaft voran.
- Wiedererkennbarkeit und Bewegungsrichtung bleiben über die Schnitte hinweg ausreichend konsistent.
- Separat hinzugefügtes Voice-over und Musik überdecken einander nicht. Veröffentlichst du einen generierten Clip ohne Video Reel, prüfe zusätzlich seinen ursprünglichen Szenenton.
- Die Untertitel entsprechen dem gesprochenen Text und bleiben gut lesbar.
- Das Wasserzeichen bleibt sichtbar, ohne wichtige Inhalte zu verdecken.
- Es bleiben keine unerwünschten Texte, Logos, Gesichter oder visuellen Artefakte zurück.
Bewahre Skript, Prompts, Referenzen, ausgewählte Clips, Voice-over, Musik, SRT-Datei und die Fassung ohne Wasserzeichen gemeinsam auf. Mit diesem Produktionsarchiv kannst du später einen einzelnen Shot austauschen, die Sprachaufnahme lokalisieren oder eine Fassung in einem anderen Seitenverhältnis erstellen, ohne das gesamte Video von vorn zu produzieren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der einfachste Workflow, um ein KI-Video zu erstellen?
Lege zuerst Botschaft und Ausgabeformat fest. Entwickle daraus ein Skript und eine Shotlist, erzeuge für jede Einstellung einen kurzen Clip und setze die ausgewählten Ergebnisse zusammen. Danach folgen Voice-over oder Musik und zum Schluss bei Bedarf Untertitel und Wasserzeichen.
Was sollte ein Prompt für ein KI-Video enthalten?
Beschreibe Motiv, Handlung, Umgebung, Bildausschnitt, Kamerabewegung, Licht und Bildstil. Jeder Prompt sollte sich auf eine einzige realistisch umsetzbare Einstellung konzentrieren. Ton gehört in den Prompt, wenn der Clip einzeln veröffentlicht wird. Video Reel übernimmt eingebetteten Ton aus Ausgangsclips nicht; für montierte Videos lädst du Sprache und Musik daher separat hoch.
Kann ein einziger Prompt ein vollständiges KI-Video erstellen?
Ein Prompt reicht für einen kurzen Clip. Ein verlässliches Video mit mehreren Szenen planst du besser als Folge einzelner Einstellungen: jeden Shot separat erzeugen und prüfen, die ausgewählten Clips anschließend mit Video Reel zusammensetzen.
Kann ich dem fertigen Video KI-generierte Musik hinzufügen?
Ja. Music Generator erstellt aus einer Stimmungs- oder Genrebeschreibung einen Track. Füge seine Audioausgabe bei der Montage in Video Reel als optionale Hintergrundmusik hinzu.
Wann sollte ich Untertitel und ein Wasserzeichen hinzufügen?
Beides kommt erst nach der Montage von Bild und Ton. Captions benötigt das fertige Video und eine SRT-Datei und brennt den Text in ein neues MP4 ein. Das Wasserzeichen setzt du danach, damit es zum endgültigen Bildformat passt.